Europäisches Jugendforum im Hamburger Rathaus

Das Charlotte-Paulsen-Gymnasium wurde vom Europäischen Parlament gemeinsam mit fünf anderen Schulen aus Hamburg ausgewählt und durfte am Europäischen Jugendforum im Hamburger Rathaus teilnehmen. Das PGW Profil vom CPG konnte live auf den Sitzen der Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten miterleben wie Politik „funktioniert“ Nach der Begrüßung durch die Hamburger Bürgerschaftspräsidenten Carola Veit haben sich die Teilnehmer des Europäischen Jugendforums in die Ausschüsse zu den Handel, Umwelt, Ernährung zurückgezogen. Durch die schweren Hoztüren im Hamburger Rathaus ist kein Laut während der Beratungen nach draußen gedrungen. Im Sitzungssaal der Hamburger Bürgerschaft hat anschließend jeder Ausschuss seinen Gesetzesentwurf vorgestellt, begründet und sich der Debatte der anderen Schüler-Parlamentarierer gestellt. Für fast alle Schüler war es das erste Mal, dass sie auf den Holzbänken der Abgeordneten saßen. Ein wenig ehrfürchtig zeigten sich die Schüler nur am Anfang. Am Ende der Veranstaltung wirken sie, als hätten sie bereits ihr Leben lang im Sitzungssaal des Hamurger Rathauses Debatten geführt. Nach den Debatten um einzelne Gesetzesentwürfe wurde jedes Gesetz einzeln abgestimmt. Das war mühselig und langwierig und man konnte ab und zu ein leises Stöhnen von den Parlamentariern hören. Nach dem Mittagessen im Rathaus wurde es ernst. Auf den Sitzen der Landesregierung saßen jetzt Europaabgeordnete und Abgeordnete der Bürgerschaft aller Parteien um zu den Gesetztesentwürfen der Schüler Stellung zu nehmen. Nur die CDU hielt es wohl nicht für nötig einen Abgeordneten zu schicken. Mehr Platz für Mastschweine? Kürzer Tiertransporte zu Schlachthöfen? Warum werden männliche Küken immer noch geschreddert? Man sah den Abgeorneten an, dass sie ins Schwitzen kamen. Bei diesem Thema konnten alle den Gesetzesentwürfen der Schüler nur zustimmen. Warum keine entsprechenden Maßnahmen auf die Wege gebracht wurden, konnten sie allerdings weniger beantworten. Politik sei eben ein langwieriges Geschäft. Dennoch hatten alle Abgeordneten sichtlich Spaß an dem Enthusiasmus der Schüler. Nur zum Schluß kam doch noch eine kleine Spitze des SPD-Abgeordneten zu seinem Nachbarn: Die Globalisierung mache den Menschen Angst, deshalb kämen Populisten im Moment gut bei den Bürgern an und schickte einen Blick zu dem AFD Abgeordneten zu seiner rechtenSeite. Ich war begeistert von dem hohen Niveau auf dem die Schüler mit den Abgeordneten dikutiert haben. Wer glaubt dass Schüler kein Interesse an Politik habe, sollte einmal das Europäische Jugenforum besuchen.

Kathrin vom Bruck